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Einführung

Die Waldenserbewegung geht zurück auf den Kaufmann Valdes aus Lyon. Er beschloss, vermutlich im Jahre 1173, so zu leben, wie Jesus es seinen Aposteln gebot, und fand bald Anklang. Vom 13. bis zum 15. Jahrhundert breiteten sich die Waldenser in weiten Teilen West- und Mitteleuropas aus, konnten sich aber, da sie als Ketzer verfolgt wurden, nur südlich der Alpen behaupten. Im Jahre 1532 schlossen sich die verbleibenden Anhänger dieser Bewegung der Reformation an und bildeten 1559 eine eigene kleine reformierte Kirche. Seit 1562 bestanden die Waldenser nur noch in den Cottischen Alpen, die damals teilweise zu Frankreich, teilweise zu Savoyen-Piemont gehörten. Am Ende des 17. Jahrhunderts mussten viele französische Waldenser aufgrund von Verfolgung und Vertreibung Zuflucht in Deutschland suchen. Im 19. Jahrhundert emigrierten viele Waldenser aus dem Piemont nach Amerika. Mit der Liberalisierung ab 1848 breitete sich die Waldenserkirche über ganz Italien aus und ist heute eine wichtige Stimme des Protestantismus in Italien.
Die Waldenserkirche ist die einzige protestantische Kirche, die direkt auf eine „häretische“ Bewegung des Hochmittelalters zurückgeht. Daher stand sie immer im Interesse der Theologie und der Geschichtswissenschaft. Es besteht deshalb eine umfangreiche Literatur. Sie war bisher bibliographisch in ihrem ganzen Umfang bis 1953 durch die „Bibliografia valdese“ von Augusto Armand Hugon und Giovanni Gonnet erschlossen. Diese Bibliographie soll nun durch eine moderne Bibliographie ersetzt werden. Die hier vorliegende neue Internetbibliographie, die im Februar 2004 ins Netz gestellt wurde, soll dieses Ziel nach und nach verwirklichen
Es handelt sich um eine interaktive Bibliographie. Sie bietet den Nutzenden sowohl die Möglichkeit, bibliographische Daten zu finden, als auch selbst neue Daten einzufügen oder alte zu ergänzen, bzw. zu berichtigen.

www.bibliografia-valdese.com ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Centro Culturale Valdese in Torre Pellice, der Società di Studi Valdesi in Torre Pellice und der Reformierter Bund in Deutschland in Hannover mit finanzieller Unterstützung der Region Piemont (L.R. 25/98) und der Tavola Valdese (Projekte otto per mille).
Das Datenbanksystem wurde erstellt von der Stiftung Johannes a Lasco Bibliothek Grosse Kirche Emden und wird betrieben von dem Reformierten Bund in Deutschland in Hannover.

Direktorin Centro Culturale Valdese, Torre Pellice: Davide Rosso (direzione@fondazionevaldese.org)
Präsident der Società di Studi Valdesi, Torre Pellice: Susanne Peyronel (susanna.peyronel@unimi.it)               
Generalsekretär des Reformierten Bundes in Deutschland: Jörg Schmid (info@reformierter-bund.de)
Webmaster der Waldenserbibliographie: Klaus Vogler (vogler@reformierter-bund.de).
Wissenschafliche Betreuung der Waldenserbibliographie: Dr. Albert de Lange (albertdelange@hotmail.de)
 

 

Links

 

Bibliotheke

  • Centro Culturale Valdese/Società di Studi Valdesi, Torre Pellice  (Bibliothekskatalog): http://opac.sbn.it/index.html oder www.regione.piemonte.it/opac/index.htm 
  • Facoltà Valdese di Teologia, Rom (Bibliothekskatalog): http://opac.sbn.it/index.html
  • Deutsche Waldenservereinigung, Ötisheim-Schönenberg (Bibliothekskatalog): phttp://alephino-sonb-opac.elk-wue.de/alipac.exe/-/base-list ("Suchen in Zweigstelle", wählen: Henri-Arnaud-Haus) 

 

Kartographie

Die Waldenserbibliographie bietet seit 2009 auch die Möglichkeit alte geographische Karten von den Waldensertälern zu suchen. Eine detaillierte Suche ist möglich über die Funktion ‚Suche: Bilder und Landkarten’. Zu jeder Karte werden eine ausführliche Beschreibung, eine Bibliographie und eine Abbildung aufgenommen. Es ist das Ziel, alle Karten von den  Waldensertälern in der Waldenserbibliographie zu katalogisieren und in digitaler Form zugänglich zu machen.

Dieses Projekt wird ausgeführt durch die Società di Studi Valdesi. Es wurde ermöglicht durch die Zusammenarbeit mit dem Historischen Archiv der Stadt Turin, mit dem Archiv der Zentralbibliothek der Fakultät für Architektur an der Technischen Hochschule Turin und mit Hilfe einiger privater Sammler. Die Region Piemont und die Stiftung Sparkasse Saluzzo unterstützten dieses Projekt durch finanzielle Zuschüsse.

 

14.11.2011 8:45 / vog